Krieg im Spiel – Wenn aus Ernst Spaß wird

Krieg im Spiel – Wenn aus Ernst Spaß wirdKrieg im Spiel – Wenn aus Ernst Spaß wird

Soldaten, Schlachtfelder und Waffen – viele Gamer lieben Kriegsspiele. Für andere mag dies verwunderlich erscheinen, denn Kriegssituationen sind offensichtlich keine spaßige Angelegenheit. Schon als Kinder spielen wir Kriegssituationen nach und schlüpfen in die Rollen von Soldaten mit Spielzeugwaffen. Was macht ein Kriegsszenario also so spannend für Spieler? Warum möchten wir uns freiwillig in die Rolle eines Soldaten begeben?

Was sind Kriegsspiele?

Das Genre der Kriegsspiele setzt sich aus einigen wichtigen Faktoren zusammen. Als erster und offensichtlichster muss das Spiel in einem Kriegsszenario stattfinden. In den meisten Fällen kontrolliert der Spieler eine gesamte Armee und muss diese ausbilden, vergrößern und auf das Schlachtfeld führen. Hier kommt die Simulation ins Spiel. Kriegsspiele haben immer einen Simulationscharakter. Das bedeutet, dass die Macht und Stärke der Truppen davon abhängt, wie gut die eigene Basis aufgebaut wurde, die Art der Waffen von den Produktionsstätten und vieles mehr. Der Spieler zieht also nicht nur durch den Kampf wie in Ego-Shootern wie Counter Strike, sondern muss sich eine gute Strategie überlegen und sich vorbereiten. Zu guter Letzt muss das Kriegsspiel auch noch eine spielerische Komponente haben. Das bedeutet, dass es die Möglichkeit geben muss gegen andere Truppen anzutreten und sich im Kampf zu beweisen – egal ob gegen eine künstliche Intelligenz oder gegen andere Spieler.

Krieg im Spiel – Wenn aus Ernst Spaß wird

Die Emotionen gehen hoch

In einer Stresssituation schalten unsere Urinstinkte ein und Hormone wie Cortisol und Noradrenalin gelangen in unseren Blutkreislauf. Dies passiert selbst bei Spielen, in denen wir keiner echten Gefahr ausgesetzt werden. Im Gegenteil – wir können die vermeidlich stressige Situation umso mehr genießen, da wir uns in einer sicheren Umgebung befinden. Gefahrelemente machen eine Geschichte spannender und regen unsere Emotionen an. Gewaltausführungen in Spielen können dabei helfen, Stress abzubauen und regen trotz vieler Gerüchte nicht dazu an, im echten Leben gewalttätiger zu sein. Eine Studie bewies, dass die Gewalt in Spielen laut einem Artikel von Spiegel nicht zu einer Steigerung des Aggressionspotentials im Alltag der Spieler führte. Man sagt das zwei Faktoren eine Story interessanter machen und das sind die Themen Sex und Gewalt. Vor allem geht es jedoch darum, einen Konflikt zu schaffen und Gewalt ist dazu ein gutes Mittel.

Die Herausforderung lockt

Viele Menschen lieben den Vergleich. Sich mit anderen Personen im gleichen Umfeld, Beruf oder sogar im selben Spiel zu vergleichen, lässt uns unser Können besser bewerten. Dabei soll der Konkurrenzdruck laut einem Artikel von Plarium für viele besonders stimulierend sein. Wer nur für sich selbst spielt, ist oft zufrieden damit, ein Spiel einfach nur durchzuspielen. Wer jedoch gegen andere antritt, will sich in der Rangliste möglichst weit oben sehen. Um das zu schaffen, benötigt es eine gute Strategie und Planung. Dieser Aspekt ist einer der wichtigsten für Kriegsspiele und macht unter anderem ihre Faszination aus. Die Vorbereitung auf den Kampf ist oft aufwendig und langwierig und erfordert viele gut gewählte Entscheidungen. Dadurch ist die Belohnung eines Sieges umso befriedigender.

Kriegsspiele sind aus verschiedenen Gründen aufregend und keiner davon verherrlicht Krieg im echten Leben. Bei den Games geht es vielmehr darum, seine eigene Strategie zu entwickeln und sich gegen andere Konkurrenten zu beweisen. Außerdem genießen wir gefährliche Situationen besonders, wenn wir uns selbst nie in einer wirklichen Gefahr befinden.

 

Ich schreibe seit 2007 Guides zu aktuellen Spielen und habe im September 2013 games-blog.de ins Leben gerufen.

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