Path of Exile Grundlagen-Guide

Artikel aktualisiert am 10.02.2016

Path of Exile ist ein Monster an Komplexität und wer hat seinen ersten Char nicht wegen Unbrauchbarkeit in die Datentonne geworfen? Wir beleuchten in diesem Guide wie was funktioniert, damit der nächste Anlauf von Erfolg gekrönt ist!

 

Die Charakterklassen

Die Charakterklassen in Path of Exile  richten sich nach den 3 Attributen Stärke, Intelligenz und Geschicklichkeit. Demzufolge gibt es 3 „reine“ Klassen, die auf nur ein Attribut spezialisiert sind. Die restlichen 4 Klassen bilden die Hybridklassen. Da sich dieser Guide an Anfänger richtet gehen wir hier nur auf die 3 Hauptklassen genauer ein. Diese sind einsteigerfreundlich und sehr zu empfehlen.

Marauder

Path of Exile MarauderDer Marauder ist ein mächtiger Nahkämpfer der sich voll und ganz auf das Stärke-Attribut verlässt. Um den Gegnern das Fürchten zu lehren nutz er Schwerter, Äxte und Kriegshämmer. Je nach Spielweise kann er 1 Zweihandwaffe, 2 Einhandwaffen oder 1 Einhandwaffe + Schild nutzen. Im Skillbaum des Marauders findet ihr vorrangig Skills für Schaden, Rüstung, Reistenzen und Leben, sehr viel Leben!

Ranger

Path of Exile RangerDer Ranger nutzt das Geschicklichkeits-Attribut und ist ein Meister im Umgang mit Pfeil und Bogen. Dank der unzähligen Fähigkeiten des Bogenschützen kann er pausenlos einen Pfeilhagel nach dem anderen auf den Gegner niederprasseln lassen. Dabei sind Explosivgeschosse und Giftwolken versprühende Pfeile nur der Anfang vom Ende des Feindes. Im Skillbaum des Rangers sind vorrangig Genauigkeits-, Schadens- und Lebens-Skills zu finden.

Witch

Path of Exile WitchDie Witch ist eine Intelligenz-basierte Magierin und Meisterin in der Beherrschung von Untoten Begleitern. Im Kampf sammelt sie die Seelen von gefallenen Feinden und lässt sie für sich kämpfen. Mit der Zeit entsteht ein ganzes Heer an Untoten Begleitern. Aus sicherer Entfernung unterstützt die Witch ihre Begleiter mit allerlei Angriffszaubern im Kampf. Ihr Skillbaum startet mit Mana-, Angriffs- und Resistenz-Skills.

Eine Anmerkung zum Skillbaum: Dieser ist für alle Charakterklassen komplett frei zugänglich. Jede Charakterklasse startet jedoch an einem anderen Punkt, was die Spezialisierung grundlegend beeinflusst.

 

Schadensarten

In Path of Exile gibt es 5 verschiedene Schadensarten: Physisch, Feuer, Blitz, Kälte und Chaos. Und jede dieser Schadensarten hat ihre eigenen Besonderheiten. So kann z.B. Elementarschaden – zu dem Feuer, Blitz und Kälte gehört – Statuseffekte auslösen, die den Gegner über Zeit Schaden zufügen.

Physischer Schaden (physical)

Den Physischen Schaden kann man auch als Basis-Schaden bezeichnen, denn jede Waffe hat ihn als Grundlage. Ausnahme bilden hier nur die Zauber (Spells), die von intelligenz-basierten Charakteren genutzt werden. Den Physischen Schaden kann man durch unzählige passive Skills im Skillbaum, durch erhöhen der Qualität der Waffe oder durch einsetzen von Skill-Gems und Support-Gems erhöhen. Bei den passiven Skills ist wichtig, dass viele sich nur auf bestimmte Waffengattungen (z.B. Schwerter) auswirken. Achtet immer genau auf die Skillbeschreibung, denn „12% increased physical damage with Staves“ bringt euch rein gar nichts, wenn ihr mit dem Bogen kämpft.

Feuerschaden (fire)

Teilt ihr Feuerschaden aus, könnt ihr den Gegner „brennen“ lassen. Diesen Statuseffekt erlangt ihr entweder durch einen kritischen Treffer oder durch den Support-Gem „Chance to ignite“. Der Basis-Brennschaden beträgt 1/3 des ausgeteilten Feuerschadens pro Sekunde bei einer Brenndauer von 4 Sekunden. Durch Skills, Eigenschaften von Items und Gems könnt ihr hier nicht nur den Feuerschaden an sich erhöhen, sondern auch den Brennschaden (Burn Damage) und die Brenndauer (Burn Duration). Der Brenneffekt kann nicht gestapelt werden. Es bekommt immer der mit der höchsten Schadensrate vorrang.
Der Brenneffekt ist besonders effektiv bei vielen kleinen Gegnern!

Blitzschaden (lightning)

Durch Blitzschaden könnt ihr Gegner in einen Schock-Zustand (shocked) versetzen. In diesem Zustand erleidet der Gegner 40% mehr Schaden und da ihr diesen Effekt pro Ziel bis zu 3x stapeln könnt, ist ein Schadensbonus von 120% möglich. Damit wird Blitzschaden ideal für größere Einzelziele. Wie beim Feuerschaden können auch hier  mittels passiver Skills die Dauer und die Chance auf einen Schock-Effekt erhöht werden. „Shock“ und „Static Blows“ sind z.B. sehr zu empfehlen!

Kälteschaden (cold)

Die einzige Schadensart, die gleich 2 Status-Effekte mit sich bringt: Unterkühlen (chilled) und einfrieren (frozen). Unterkühlen trifft den Gegner bei jedem Angriff und hat zur Folge, dass dessen Bewegungs- und Angriffs-Geschwindigkeit um 30% reduziert wird. Landet ihr einen kritischen Treffer wird der Gegner eingefroren und kann für die Dauer des Effekts nichts mehr unternehmen. Trifft der Frozen-Effekt den Spieler kann er nur noch Flakons verwenden. Auch hier können Dauer, Chance und Stärke der Effektve mittels passiven Skills erhöht werden (z.B. „Freeze“, „Freeze Duration“, „Chill Duration“ etc.).
Kälteschaden ist ein idealer Allrounder!

Chaosschaden (chaos)

Die bei Spielern wohl am meisten verhasste Schadensart überhaupt ist der Chaosschaden. Nicht nur, dass Chaosschaden am Energieschild vorbei direkt auf die HP des Spielers geht, es gibt auch nur sehr wenige Möglichkeiten sich vor Chaosschaden zu schützen (Resistenzen). 4 passiven Skills, könnt ihr nur über die Attribute eurer Ausrüstung die Chaos-Resistenz erhöhen. Dadurch sind Gebiete in denen viele Gegner Chaosschaden verursachen (z.B. „The Western Forrest“ in Akt 2) eine immer währende Gefahrenzone.

Selbst Chaosschaden auszuteilen bringt meiner Meinung nach kein sichtbaren Vorteile. Chaosschaden ist nur für eins gut in Path of Exile: Dem Spieler seine Sterblichkeit immer wieder vor Augen zu halten!

HINWEIS: Der im Spiel vorhandene Gift-Schaden ist Chaosschaden über Zeit!

 

Rüstung, Resistenzen und Ausweichen

Damit eure Lebensenergie nicht allzu schnell den Nullpunkt erreicht müsst ihr euch vor ankommenden Schaden schützen. In Path of Exile gibt es aber nicht einfach nur Verteidigung, die jeglichen Schaden minimiert, wie von vielen anderen Genrevertretern gewohnt. In PoE gibt es die Rüstung (Amour), die euch vor Physischem Schaden schützt, Resistenzen gegenüber Elementarschäden wie Feuer, Käle und Blitz und der Chaosresistenzen, die nicht als Elementarschaden gerechnet wird. Zusätzlich dazu gibt es noch die Möglichkeit feindlichen Angriffen auszuweichen (Evasion).

Rüstung (Amour)

Die Rüstung schützt euch vor einem Teil des ankommenden Physischen Schadens und je höher der Wert von Amour desto höher auch die Schadensreduktion. Um nicht in einen „Gottmodus“ zu verfallen wurde der Schadensreduktion eine Obergrenze von 90% eingebaut. Höher kann sie nicht steigen!
Die Grundrüstung erhöht ihr durch eure Ausrüstung, achtet also immer auf einen möglichst hohen Amour-Wert. Die Grundrüstung könnt ihr durch passive Skills (+X% Amour) und durch Modifikationen auf der Ausrüstung erhöhen, wobei letzteres sich immer nach dem Grundwert des ausgerüsteten Items richtet.

Die im Charaktermenü angezeigte Schadensreduktion ist kein fester realer Wert, sondern eher eine vom Spiel vorgenommene Schätzung zum aktuellen Level von Charakter und Gegner. Die genaue Formel zur Schadensreduktion lautet:

Schadensreduktion = Armour/(Armour + 12 * Schaden)

Hier wird schnell klar, dass die Schadensreduktion mit steigendem Schaden enorm abnimmt. Bei Bossen, die hohen Physischen Schaden austeilen wie z.B. Brutus, ist die Schadensreduktion also sehr viel weniger effektiv, als bei normalen Gegnern des gleichen Levels.

Durch den Einsatz von Endurance Charges kann die Schadensreduktion temporär um 4% je Charge gesteigert werden.

HINWEIS: Der Einsatz von Brust-Rüstungen und Schilden verringert leicht die Bewegungsgeschwindigkeit. Die genauen Werte könnt ihr der Offiziellen Armour-Itemliste entnehmen!

Resistenzen (Resistance)

Die Resistenzen senken den ankommenden elementaren Schaden, mit Ausnahme von Chaosschaden. Durch die Modifikatoren „+x % to [Schadensart] Resistance“ auf Ausrüstungs-Items (vor allem auf Ringen) könnt ihr den Wert für jede Schadensart einzeln  erhöhen. Zahlreiche passive Skills geben neben Resistenzen für eine Schadensart auch „+x to all elemental resistances“. Die maximal erreichbare Resistenz beträgt 75%, die mit dem passiven Skill „Elemental Adaption“ im Marauder-Strang noch um je 2% erhöht werden kann.


Mit höheren Schwierigkeitsgraden werden die Basisresistenzen stark gesenkt und es wird immer schwieriger das Maximum zu erreichen. Ist der Basiswert auf „Normal“ noch 0% sinkt er bei „Cruel“ bereits auf -20%. Auf dem letzten Schwierigkeitsgrad müsst ihr dann mit -60% Basisresistenz starten. Um die +77% also auch im Endgame zu erhalten, müsst ihr durch Skills und Ausrüstung auf +137% je Schadensart kommen. Je nach Skillung ist das mal einfach und mal fast unmöglich!

Durch den Einsatz von Endurance Charges können die 3 elementaren Resistenzen temporär um 4% je Charge gesteigert werden. Chaosresistenz wird dabei nicht beeinflusst!

Die Besonderheit beim Chaosschaden ist, dass es für ihn eine eigene Resistenz gibt, die zudem auch noch enorm selten ist. Durch 4 passive Skills sind maximal +40% auf Chaosresistenz möglich, was in Merciless in einem Wert von -20% endet. Den Rest muss man durch Ausrüstung bekommen. Vorrangig solltet ihr euch immer um die elemtaren Resistenzen kümmern und erst danach um Chaos. Auch wenn Chaosschaden euch enorm zusetzen wird, ist er doch seltener anzutreffen als die anderen Elemente!

TIPP: Durch Einsatz von Flasks kann das Maximum von Resistenzen kurzzeitig erhöht werden. Z.B. bringt die Ruby Flask einen Bonus von 10% auf das Maximum der Feuerresistenz. Ihr könnt so also für ein paar Sekunden 87% erhalten. Bei Bosskämpfen kann der Einsatz von Flasks entscheidend sein.

Ausweichen (Evasion)

Evasion bezeichnet die Chance einem Angriff auszuweichen und dadurch keinen Schaden zu erleiden. Grundlage dafür ist die Trefferchance des Gegners (Accuracy). Die Ausweich-Chance kann dabei 5% nie unterschreiten, aber auch nicht höher als 95% sein.  Die Ausweichcance berechnet sich wie folgt:

Ausweichchance = 1 – Accuracy des Angreifers / (Accuracy des Angreifers + (Evasion des Spielers / 4) ^0.8)

Evasion steigert ihr wie bei Armour durch die Ausrüstung und passive Skills. Um einen hohen und auch brauchbaren Evasion-Wert zu bekommen müsst ihr komplett auf Armour verzichten. Und genau da kommt auch der Nachteil von Evasion zum Vorschein: Werdet ihr dennoch getroffen, dann mit aller Härte. Und das kann sehr schnell schonmal die komplette HP-Leiste in den Boden stampfen. Für Anfänger ist ein Charakter mit Konzentration auf Evasion eindeutig nicht zu empfehlen.

HINWEIS: Die Ausweichcance ist in Path of Exile kein Zufall. Wenn ihr 50% auf Ausweichen habt, dann können euch niemals 3 Angriffe hintereinander treffen. Im Hintergrund merkt sich das Spiel nämlich ganz genau, wann und wie oft ihr getroffen wurdet!

 

Schwierigkeitsgrade

Bis ihr das Endgame von Path of Exile erreicht, müsst ihr vorher alle 3 Schwierigkeitsgrade meistern. Und je höher dieser ist, desto stärker sind auch die Auswirkungen auf euren Charakter, denn es soll ja wirklich schwer werden. Und das ist es!!!

Path of Exile Schwierigkeitsgrade

Die Schwierigkeitsgrade „Normal“, „Cruel“ und Merciless“

In „Normal“ ist alles noch „normal“. Keine Einbußen, alles toll! Habt ihr „Cruel“ erreicht geht es so langsam los: Ihr bekommt auf eure Elementaren Resistenzen -20% und für jeden Tod den euer Charakter erleiden muss 5% der Exp des aktuellen Levels abgezogen. In „Merciless“ geht es dann richtig zur Sache: Resiszen starten mit -60% und ein Ableben wird mit 10% Exp-Abzug bestraft.

Aber das war noch nicht alles, denn die Gegner bekommen mit jedem Schwierigkeitsgrad auch mehr Leben und verursachen mehr und mehr Schaden. Spätestens in Merciless wird sich zeigen ob ein Char Endgame-tauglich ist, oder wegen Verskillung das zeitliche segnen muss.

HINWEIS: Die Dropraten von Items steigen auch leicht an und durch die höhere Anzahl an Rare-Mobs „fühlt“ sich die Ausbeute an Items sehr viel besser an!

 

Das soll es erstmal gewesen sein. Solltet ihr hier ein bestimmtes Thema vermissen, das unbedingt genannt werden sollte…. hinterlasst einen Kommentar und ich kümmer mich drum 🙂

 

Ich schreibe seit 2007 Guides zu aktuellen Spielen und habe im September 2013 games-blog.de ins Leben gerufen.

3 Kommentare

  1. Den Guide kann man getrost löschen, der ist mega veraltet.

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  2. „Selbst Chaosschaden auszuteilen bringt meiner Meinung nach kein sichtbaren Vorteile“

    Da muss ich mal eben wiedersprechen,ich spiele eine witch und lass meine Minions die arbeit erledigen und mittlerweile haut meine Minions so schnell keiner weg.Natürlich supporte aus sicherer Entfernung vorwiegend mit chaos schaden ich hab zwar auch Elemtarangriffe die Ziemlich viel dmg machen aber treffe ich damit nur 1-3 gegner.
    Bei Chaos gibt flächenangriffe mit dmg über zeit Bsp. 30dmg über 5 sek und jetzt der trick:
    1. stapelbar , manche bis zu 20x
    2. betrifft alle Gegner die sich auf der fläche befinden oder währendessen darauf gehen.
    Zauber dem gegnern die auf dich zukommen einfach „einen chaos weg“zu dir.wen er nur durch 5 felder geht kannst dir ausrechnen wieviel der einsteckt muss bis er deine minions trifft.Und die manchmal nütlichen Nebeneffekte nicht zu vergessen.
    aber auch hier gilt Gems aufwerten für Erfolg aber die mühe lohnt sich.

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  3. Ich wusste die meisten Sachen zwar schon.
    Aber trotzdem hat mir der Guide etwas geholfen.
    Sehr gut gund übersichtlich gemacht 😉

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