Der Gaming-PC für Einsteiger – so können Gamer ihren PC für wenig Geld selber zusammenstellen

Ein schneller Gaming-PC ist für jeden ambitionierten Gamer der Traum. Doch gerade Spieler, die sonst immer PCs von der Stange gekauft oder bisher vorrangig an der Konsole gezockt haben, schrecken oft davor zurück, ihren PC selbst zu bauen. Dabei ist das erstens gar nicht problematisch und zweitens auch nicht unbedingt extrem teuer. Gerade beim Gaming-PC für Einsteiger lässt sich an vielen Ecken Geld sparen. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es wirklich ankommt.

Mainboard und Netzteil

Das Mainboard ist das Herzstück des Rechners und vor allem dafür zuständig, dass alle Komponenten schnell und zuverlässig miteinander kommunizieren können. Einsteiger müssen dafür kaum mehr als 100,- Euro ausgeben. Wichtig ist, dass Prozessor, RAM und Grafikkarte passen. Solide Mainboards von MSI oder Asrock gibt es zu diesem günstigen Preispunkt. Als Netzteil empfehlen sich leise, leistungsstarke Netzteile wie beispielsweise die Modelle von Xilence.

Die Festplatte

Spiele laden nur so schnell wie die Festplatte es zulässt und auch der Boot-Prozess läuft mit einer schnelleren Festplatte nach einem Neustart deutlich nervenschonender ab. Nicht nur der Zugriff auf große Apps wie eben Games läuft mit einer SSD viel schneller, auch das Öffnen von Dateien geschieht ohne Verzögerung. SSDs Crucial, SanDisk oder aus der Samsung EVO-Serie sind gute Einsteiger-SSDs. 500 Gigabyte dürfen es aber schon auf dem Bootlaufwerk sein. Wer mehr möchte, kann alternativ noch eine klassische HDD als Massenspeicheroption im Gehäuse verbauen.

Grafikkarte

Die Grafikkarte ist das Herz eines jeden Gaming-PCs, denn auf ihr laufen die grafischen Rechenprozesse ab. Mehr Leistung (in MHz) und mehr Grafikspeicher (in GB RAM) bedeuten flüssigeres Spieleerlebnis, bessere Texturen und täuschend echte Lichteffekte. Dabei gilt die Grundregel: Je besser ein Spiel aussieht, desto mehr GPU-Leistung braucht der PC. Ideale Einsteiger-Grafikkarten gibt es sowohl von AMD als auch von NVIDIA, diese bieten auch für wenig Geld (unter 200,- Euro) eine sehenswerte Performance bieten.

Der Prozessor

Der Prozessor ist das Herzstück eines jeden Computers und für alle zentralen Rechenoperationen zuständig. Für die meisten Games ist das tatsächlich gar nicht so wichtig, weil die Grafikleistung auf die GPU ausgelagert wird. Anders sieht das bei Simulationen aus oder aber wenn das Video für den Stream codiert wird – dann ist die CPU-Leistung entscheidend. Ein Chip aus der AMD Ryzen 5-Serie bietet etwa ein tolles Preisleistungsverhältnis, ebenso wie die Intel i5-Prozessoren. Gamer sollten sechs Kerne und mehr achten, das ist für weniger als 200,- Euro immer noch problemlos möglich.
Damit die CPU ihre Performance aber auch in hitzigen Momenten beibehält, braucht es entsprechende Kühlung. Eine ausgefallene Flüssigkühlung ist für einen Einsteiger-PC nicht notwendig; ein einfacher Lüfter reicht vollkommen aus.

Der Arbeitsspeicher

Je mehr RAM im Einsteiger-PC verbaut ist, desto leichter fällt das Multithreading, desto einfacher können mehrere Apps parallel betrieben werden und desto flüssiger laden Spiele. Denn alle Daten von der Festplatte, die zur Verfügung stehen müssen, liegen dann einfach im Arbeitsspeicher. Auch hier müssen Einsteiger aber nicht besonders tief in die Tasche greifen. Zwei 8GB DDR4-Module reichen vollkommen aus. Außerdem kann der RAM mit wenigen Handgriffen später ausgetauscht und nachgerüstet werden.

Fazit – Ein guter Gaming-PC für Einsteiger muss nicht teuer sein

Einsteiger, die AAA-Titel mit dem richtigen Gaming-PC spielen wollen und diesen zum ersten Mal selbst zusammenbauen wollen, sollten aber unbedingt noch Platz in ihrem Budget für Monitor, Maus und Tastatur bzw. Gamepad lassen. Schließlich sieht die Grafik nur so gut aus wie das Display es zulässt und die flüssigste Framerate hilft nicht, wenn die Maus stockt. Das lässt sich insgesamt immer noch für deutlich unter 1.000,- Euro finanzieren und natürlich später auf- und nachrüsten. Wer seinen PC schließlich einmal selbst zusammengestellt hat, der wird auch später keine Probleme damit haben, einzelne Komponenten zu ersetzen. Und so besitzt selbst ein einfacher Gaming-PC für Einsteiger eine hohe Langlebigkeit.

Ich schreibe seit 2007 Guides zu aktuellen Spielen und habe im September 2013 games-blog.de ins Leben gerufen.

3 Kommentare

  1. Globe Telecom

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  2. Danke für den Guide, hat mir sehr weitergeholfen! LG Markus

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  3. Also ich würde beim Prozessor echt einen Ryzen 5 der 2. oder 3. Generation wählen. Intel ist von der Preis-Leistung hinten dran.

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