Grand Ages: Medieval – Handelsguide

In Grand Ages: Medieval steht und fällt Euer Imperium mit dem Handel. Wir erklären Euch in diesem Guide alle Aspekte des  Handels mit Waren bis hin zum errichten komplexer Handelsrouten.

Grundlagen des Handels

Da Ihr in jeder Stadt nur 5 verschiedene Waren produzieren könnt, müsst Ihr all Eure Städte untereinander durch Handel versorgen. Dadurch wächst nicht nur Euer Imperium sondern auch Euer Geldbeutel, wenn Ihr es richtig macht! Und das ist gar nicht so einfach: Produziert Ihr zu viel fallen die Preise in den Keller und Ihr verkauft mit Verlust, denn jede Ware kostet etwas in der Herstellung. Produziert Ihr zu wenig, kann der Bedarf der Bevölkerung nicht gestillt werden, was im schlimmsten Fall zur Abwanderung der Bevölkerung führen kann.

Grundlage des Handel ist natürlich das Vorhandensein von Angebot und Nachfrage. Mit jeder Produktionsstätte, die Ihr errichtet, kommen 100 neue Bewohner in die Stadt. Dadurch steigt auch die Nachfrage die Ihr im Stadtmenü unter „Verbrauch“ einsehen könnt.

Verbrauch

Hier seht Ihr was produziert und was verbraucht wird!

Von links nach rechts zeigt Euch der Verbrauch-Tab folgendes an: Menge der produzierten Waren, von Betrieben benötigte Waren, Verbrauch der Einwohner und Verbrauch der militärischen Einheiten. Alle Angaben beziehen sich immer auf 1 Woche!

Wie Ihr seht hat die Bevölkerung Bedarf an allen Waren, selbst Baumaterialien. Euer Ziel ist es, alle Waren anzubieten, um einen möglichst hohen Profit zu machen (die Bevölkerung kauft die Waren immer zum aktuellen Preis) . Es müssen also neue Städte her, die die benötigten Waren produzieren (oder Ihr kauft sie von fremden Städten). Damit steigt natürlich automatisch wieder der Bedarf an den anderen Waren und so weiter. Ein endloser Kreislauf, der Euch zu einem der reichsten Herrscher des Mittelalters machen wird.


Bevor wir aber unsere erste Handelsroute erstellen muss noch ein wichtiges Detail erläutert werden: Die Preisbildung! Jede Ware hat feste Produktionskosten (einzusehen im Tab „Produktion“). Der Verkaufspreis richtet sich wie im wahren Leben nach dem Angebot. Produziert Ihr zu viel läuft Euer Lager über und der Preis fällt. Im schlimmsten Fall sogar unter die Produktionskosten und das kann vor Allem für ein noch junges Imperium schnell das Aus bedeuten. Im Tab „Handel könnt Ihr die Lagerbestände einsehen.

Lager

Holz und Weizen sind hier ein Verlustgeschäft!

Im Screen aus Budapest seht Ihr ein völlig überfülltes Lager bei Holz und Weizen. Die 4 grünen Fässer bedeuten immer, dass Ihr zuviel von der Ware lagert und damit sinkt der Preis auf das Minimum. Weizen z.B. kostet in der Produktion 33 Münzen, der Verkaufspreis liegt aber bei 27. Kein gutes Geschäft! Der Lagerbestand sollte niemals 2 Fässer überschreiten, um gute Gewinne zu erzielen. Überproduktionen kann man entweder schnell an fremde Städte verkaufen, oder man nutzt ein Depot. Dazu aber später mehr!

 

Händler und Karren

Nach den Grundlagen wird es Zeit Gewinne zu machen. Die für den Handel benötigten Händler könnt Ihr im Gasthof rekrutieren (pro Stadt 1 Händler). Anfangs können sie noch nicht sehr viel transportieren (100 Fass), aber Ihr könnt Ihnen Karren zuweisen, die Ihr ebenfalls im Gasthof anfordern könnt. Aber übertreibt es nicht, Händler und Karren kosten wöchentlich Unterhalt. Mit der Entwicklung „Handel III“ könnt Ihr später die Kapazität Eurer Karren verdoppeln!

Um Händlern einen Karren zuzuweisen wählt ihn aus und klickt auf das Karrensymbol unten links im Händlermenü. Dort könnt Ihr dann Karren hinzufügen oder entfernen. Wichtig ist, dass der Händler in einer Stadt ist und dort auch Karren gelagert sein müssen.

Dort könnt Ihr Karren zuweisen!

Dort könnt Ihr Karren zuweisen!

Händler können immer nur zu Städten entsandt werden die mit Straßen verbunden sind. Versucht mal mit einem Karren durch den Wald zu fahren! Bei fremden Städten gilt folgendes: Transitabkommen erlaubt den Bau von Straßen , ein Handelsabkommen erlaubt es Händlern die Städte zu besuchen.

TIPP: Wollte Ihr Händler umbenennen klickt einfach auf seinen Namen, dann könnt Ihr einen neuen vergeben. Hilfreich um später den Überblick zu behalten!

 

Die erste Handelsroute

Dann mal los! Freie Händler könnt Ihr durch Klick auf den Sack oben rechts anwählen. Klickt anschließend auf die Stadt Eurer Wahl und der Händler wird sich auf den Weg machen, vorausgesetzt Handelsabkommen und Straße sind vorhanden. Ist er am Ziel angekommen klickt Ihr auf die Stadt und geht auf den Tab „Handel“. Nun könnt Ihr Euch örtliche Angebot anschauen, hier als Beispiel eine Stadt mit vollen Lagerbeständen bei „Felle“:

Felle zu Ramschpreisen, da schlagen wir zu!

Felle zu Ramschpreisen, da schlagen wir zu!

Um die Felle zu kaufen klickt einfach auf die Ware und zieht mit der Maus nach Rechts. Beobachtet dabei aber immer die grünen Fässer und den Preis. Sinkt der Bestand beim Kauf erhöht sich auch der Preis. Kauft immer maximal bis kurz vor dem Verschwinden des 2. grünen Fasses. Kauft Ihr ein Lager leer wird das bei fremden Städten mit Ansehensverlust geahndet. Nebenbei würdet Ihr aber auch noch Verlust machen, als schön aufpassen.

Verkauft nicht alles, wenn es sich nicht lohnt!

Verkauft nicht alles, wenn es sich nicht lohnt!

Ist der Einkauf abgeschlossen geht es an den Verkauf der Ware. Idealerweise besucht Ihr Städte die einen Mangel an der Ware haben. Die höchsten Gewinne erzielt Ihr wenn der Lagerbestand am Ziel bei 0 oder 1 Fass liegen.Über 2 lohnt sich der Aufwand schon gar nicht mehr. Achtet auch hier beim Verkauf auf die Lagerbestände. Oft kann man nur kleinere Mengen verkaufen und muss dann den Rest an anderer Stelle veräußern. Zu kleine Gewinne können schnell vom Unterhalt des Händlers verzerrt werden.

Der erste manuelle Handel ist abgeschlossen. Im frühen Spiel mit wenigen Städten und Waren ist der manuelle Handel noch machbar. Mit zig Städten und allen 20 Waren wird das Versorgen aber nahezu unmöglich. Es müssen automatisch Routen her!

 

Automatische Handelsrouten

Die automatischen Handelsrouten sind ein mächtiges Werkzeug und nahezu frei konfigurierbar. Zur Einführung erstellen wir eine kleine Route, die 2 Städte untereinander versorgt. Wählt den Händler Eures Vertrauens aus und wählt den Punkt „Route planen“. Nun könnt Ihr mit Linksklick die Städte wählen, die in der Route besucht werden sollen (Ihr könnt bestehenden Routen jederzeit Städte hinzufügen). Mit Rechtsklick entfernt Ihr Städte wieder! Auf der Karte werden Routen mit grünen Pfeilen dargestellt. Sollte ein Pfeil rot sein fehlt entweder eine Straßenanbindung oder ein Handelsabkommen mit einem der Städte.

HINWEIS: Wird eine Stadt belagert, werden Handelsrouten zu dieser deaktiviert. Ihr müsst sie manuell wieder aktivieren. Ansonsten wird die Stadt nicht mehr versorgt, auch wenn die Belagerung schon lange zurückgeschlagen wurde.

Vergesst nicht den Haken bei "Route aktivieren"!

Vergesst nicht den Haken bei „Route aktivieren“!

Die frisch erstellte Route muss aber noch durch setzen des Hakens aktiviert werden. Erst dann beginnt der Händler mit seiner Arbeit und wird nicht mehr als freier Händler oben rechts angezeigt. Der Handelsmodus ist standardmäßig immer auf „Ausgleich“ eingestellt, der Händler wird also immer versuchen alle Zielstädte gleichermaßen zu versorgen.

Den Handelsmodus könnt Ihr unter „Routen-Einstellungen“ ändern. Neben „Ausgleich“ gibt es noch „Produktion“, wo der Händler bei knappen Waren den Bedarf der Betriebe höher einstuft als den der Bevölkerung. Der Modus „Manuell“ muss erst über die Entwicklung freigeschalten werden und bietet die Möglichkeit Mengen und Preise für Ein- und Verkauf aller Waren festzulegen. In den Routen-Einstellungen könnt Ihr außerdem Städte löschen, verschieben und priorisieren!

Routeneinstellungen

Ein weiteres Feature der Handelsrouten ist die Routenanalyse (Symbol = Fass mit Lupe). Dort könnt Ihr einsehen wie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage aller Waren auf der Route ist. So lassen sich schnell Überschüsse oder Warenknappheit entdecken. Sehr nützlich bei größeren Imperien. Die Warenanalyse steht aber nicht sofort zur Verfügung, denn der Händler muss zuvor ein paar Routen hinter sich haben, um genügend Daten zu sammeln.

Grün ist gut versorgt, bei rot müsst Ihr nachbessern!

Grün ist gut versorgt, bei rot müsst Ihr nachbessern!

Der Balken unter den Waren steht für das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage. Links besteht ein Mangel, rechts ein Überangebot. Bei allen Waren die goldene (oder eher grüne) Mitte zu finden ist das Optimum der Versorgung!

 

Bilanz von Handelsrouten

Habt Ihr viele Händler auf größeren Routen möchtet Ihr sicher wissen ob sie Ihren Job auch gut machen, die Routen sich also lohnen. Dafür gibt es die Handelsrouten-Bilanz, die Ihr über das Menü „Einheiten & Städte“ am rechten Rand erreicht.

Routenbilanz

Dort könnt Ihr für jeden Händler eine ausführliche Statistik begutachten. Wie hoch ist seine durchschnittliche Beladung? Braucht er mehr Karren, oder hat er zu viele dabei? Und am wichtigsten: Wieviel Gewinn hat er insgesamt schon eingefahren?

 

Depot – Das Logistikzentrum

Das Depot ist ein Gebäude, das Ihr durch die Entwicklung „Lagertechnik“ freischalten könnt. Es dient der Lagerung von überschüssigen Waren für den Weiterverkauf und verhindert so einen Preisverfall. Auf das Depot greifen nur Händler zu, Überproduktionen in der Stadt mit Depot können nicht eingelagert werden.

Nach dem Bau des Depots könnt Ihr bis zu 5 Waren auswählen, die gelagert werden sollen. Für mehr Warentypen müsst Ihr das Depot ausbauen. Auf Stufe 2 könnt Ihr 10 Waren lagern, auf Stufe 3 dann alle 20!

Das Depot hat unbegrenzt Platz!

Das Depot hat unbegrenzt Platz!

Befinden sich auf einer Route mehrere Depots mit der gleichen Ware wird diese nur noch ausgeglichen, wenn sie benötigt wird. Bei Überschüssen können Händler in dem Fall nichts einlagern und der Preis verfällt!

Eine gute Strategie für die ersten 20 Städte: Eine zentrale Stadt mit großem Depot, dass als Logistikzentrum für alle anderen Städte fungiert. Jede Stadt führt eine Route zur zentralen Stadt. So bekommen alle Städte auch alle Waren.

 

Ich schreibe seit 2007 Guides zu aktuellen Spielen und habe im September 2013 games-blog.de ins Leben gerufen.

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen sehr hilfreichen und anschaulichen Artikel!

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